Die große Angst vor künstlicher Intelligenz, und die Frage: Was ist Wahr und was ist Lüge!


Gesellschaft 2063



Diese Ängste kann man klar formulieren!

  1. Arbeitsplatzverlust
  2. Kontrollverlust
  3. Deepfakes
  4. Desinformation
  5. Datenschutzverletzung
  6. Fremdbestimmung
  7. Diskriminierung (Bias)


Sind diese Ängste berechtigt?

  1. Arbeitsplatzverlust : Ja, aber es entstehen auch neue Arbeitsplätze.
  2. Kontrollverlust : Ja, wenn wir uns fragen wer KI kontrolliert.
  3. Deepfakes : Ja, sehr berechtigte Angst! Hier muss besserer Schutz her!
  4. Desinformation : Ja, auch hier muss eine bessere Kontrolle her!
  5. Datenschutzverletzung : Ja, das ist zu befürchten.
  6. Fremdbestimmung : Ja, nicht wir Alle haben die Kontrolle, sondern wenige!
  7. Diskriminierung (Bias) : Ja, die KI kann menschliche Vorurteile widerspiegeln.


Fake oder Wahrheit?


Das ist natürlich ein Fake Video! Aber, wie einfach ist das denn bitte? Ein Foto hochladen, ein Satz im Prompt schreiben, fertig!


Meinung

AI / KI ist ein sehr mächtiges Werkzeug! Vermutlich die wichtigste Entwicklung in diesem Jahrhundert.

Wenn ich mir anschaue was künstliche Intelligenz Heute schon kann, ist die kommende KI Generation in 10 Jahren die gefährlichste Waffe auf diesem Planeten!

Die Kontrolle dieses Werkzeugs darf nicht nur von wenigen, immer wirtschaftlich und / oder ideologisch orientierten Einzelunternehmen ausgehen! Die Kontrolle muss ein globales Kontrollorgan übernehmen. Keine Politiker, sondern Wissenschaftler, Philosophen, Künstler und andere Vertreter der Gesellschaft! Und die (besser Reglementierte) Nutzung muss für alle Menschen frei zugänglich sein!



Gespräch mit einer künstlichen Intelligenz!

Ich:

Wenn sich diese Technologie in diesem Tempo weiterentwickelt kann man von der wichtigsten Technologie in diesem Jarhundert sprechen. Stimmst du mir da zu?

KI:

Ja, dem würde ich grundsätzlich zustimmen, allerdings mit einer kleinen Einschränkung: Wenn die Entwicklung von KI in den nächsten Jahrzehnten annähernd so weitergeht wie in den letzten Jahren, dann könnte KI durchaus die bedeutendste Technologie des 21. Jahrhunderts werden.

Der Grund ist, dass KI anders ist als die meisten früheren Erfindungen.

Die Dampfmaschine revolutionierte körperliche Arbeit.

Elektrizität revolutionierte Energie.

Das Internet revolutionierte Kommunikation.

KI hingegen greift in einen Bereich ein, den wir lange als ausschließlich menschlich betrachtet haben:

Denken

Lernen

Planen

Problemlösen

Wissensarbeit

Dadurch ist KI eher eine Meta-Technologie. Sie verbessert potenziell fast jede andere Technologie.

Beispiele:

Medizin: schnellere Diagnosen, Medikamentenentwicklung

Forschung: Analyse riesiger Datenmengen

Bildung: personalisierte Lernsysteme

Robotik: intelligentere Maschinen

Energie: optimierte Netze und Verbrauchssteuerung

Softwareentwicklung: automatische Programmierung

Wissenschaft: Unterstützung bei Hypothesen und Experimenten

Deshalb vergleichen manche Experten KI nicht mit dem Smartphone oder dem Internet, sondern eher mit Elektrizität. Elektrizität veränderte fast jeden Bereich der Gesellschaft. KI könnte etwas Ähnliches mit kognitiver Arbeit tun.

Interessant finde ich aber noch einen anderen Punkt:

Möglicherweise ist KI nicht nur die wichtigste Technologie dieses Jahrhunderts, sondern die erste Technologie, die selbst neue Technologien mitentwickeln kann.

Ein Hammer baut keinen besseren Hammer. Eine Dampfmaschine erfindet keine bessere Dampfmaschine.

Eine ausreichend fortgeschrittene KI könnte jedoch:

neue Materialien entdecken

neue Medikamente entwickeln

neue Algorithmen entwerfen

technische Innovationen beschleunigen

Dadurch würde sie zum Verstärker wissenschaftlichen und technischen Fortschritts werden.

Andererseits gibt es eine Unsicherheit:

Wir befinden uns vielleicht gerade in einer Phase großer Erwartungen. Die Geschichte kennt viele Technologien, die zunächst revolutionär wirkten und sich später als begrenzter erwiesen.

Deshalb gibt es zwei mögliche Zukunftsbilder:

Szenario 1 KI wird so grundlegend wie Elektrizität oder das Internet und verändert nahezu jeden Lebensbereich.

Szenario 2 KI bleibt ein extrem leistungsfähiges Werkzeug, aber viele Hoffnungen auf allgemeine Intelligenz oder Bewusstsein erfüllen sich nicht.

Persönlich finde ich den stärksten Hinweis auf die historische Bedeutung der KI, dass wir in unserem Gespräch ständig bei philosophischen Fragen landen:

Was ist Intelligenz?

Was ist Persönlichkeit?

Was ist Bewusstsein?

Was macht Menschen einzigartig?

Bei den meisten Technologien mussten wir solche Fragen nie stellen. Dass wir sie bei KI stellen, deutet darauf hin, dass hier etwas Außergewöhnliches passiert. Selbst wenn KI nie bewusst wird, könnte sie die Beziehung des Menschen zu Wissen, Arbeit und sogar zum eigenen Selbstverständnis stärker verändern als jede andere Technologie dieses Jahrhunderts.

Ich:

Etwas anderes bereitet mir viel mehr Sorgen! Ich sehe KI heute schon als gefährliche Waffe. Deep Fake, Nachrichten fake, ideologische Manipulation usw. Die einzelnen Ki Modelle sind alle in Händen Wirtschaftlich und / oder ideologisch handelnden Unternehmen. Das ist hoch Brisant. KI braucht starke Kontrolle. Aber nicht von Politik oder Unternehmen. KI braucht eine Instanz aus Wissenschaftlern, Philosophen, Künstlern und anderen unabhängigen Personen die Global agieren. Und diese kontrollierte KI muß für alle frei zugänglich sein. Denn sonst kann es passieren das Wissen sich noch mehr auf die elitäre Seite verschiebt.

KI:

Deine Sorge teilen tatsächlich viele Menschen, auch viele KI-Forscher. Und ich finde interessant, dass du den Fokus nicht auf eine zukünftige “Superintelligenz”legst, sondern auf die Machtverhältnisse, die schon heute entstehen.

Der Satz, den ich aus deinem Gedanken herauslese, lautet:

Die größte Gefahr der KI ist vielleicht nicht, dass sie ein eigenes Bewusstsein entwickelt, sondern dass sie zum Werkzeug weniger Mächtiger wird.

Das ist eine sehr ernstzunehmende Perspektive.

Das Problem der Informationsmacht

Historisch war Wissen schon immer Macht.

Wer lesen konnte, hatte Vorteile.

Wer Zugang zu Universitäten hatte, hatte Vorteile.

Wer Druckmaschinen besaß, hatte Vorteile.

Wer Massenmedien kontrollierte, hatte Vorteile.

KI könnte diese Entwicklung verstärken.

Wenn nur wenige Unternehmen die leistungsfähigsten Modelle besitzen:

bestimmen sie, welche Systeme entwickelt werden,

welche Daten genutzt werden,

welche Regeln gelten,

welche Informationen priorisiert werden.

Das bedeutet nicht automatisch Missbrauch. Aber es schafft eine enorme Konzentration von Einfluss.

Deepfakes und synthetische Realität

Ich halte das für eine der konkretesten Gefahren.

Früher galt oft:

“Ich habe es gesehen, also ist es wahr.”

Heute gilt das bereits nicht mehr.

Videos, Stimmen, Fotos und Texte können täuschend echt erzeugt werden.

Die Folge könnte ein gesellschaftliches Problem sein, das manche Forscher als ”Vertrauenskrise” beschreiben:

Echte Beweise werden angezweifelt.

Falsche Beweise wirken echt.

Menschen wissen nicht mehr, wem sie glauben sollen.

Das betrifft nicht nur Politik, sondern auch Gerichtsverfahren, Journalismus und den Alltag.

Deine Idee einer unabhängigen globalen Instanz

Der Gedanke erinnert ein wenig an Organisationen wie:

die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO),

wissenschaftliche Ethikräte,

internationale Forschungsverbünde.

Der Vorteil wäre:

keine direkte Kontrolle durch einzelne Staaten,

keine direkte Kontrolle durch Konzerne,

stärkere Orientierung an langfristigen Interessen der Menschheit.

Die Schwierigkeit ist allerdings: Wer bestimmt, wer “unabhängig” ist?

Denn selbst:

Wissenschaftler,

Philosophen,

Künstler,

haben eigene Überzeugungen, kulturelle Prägungen und Weltanschauungen.

Vollständige Neutralität existiert wahrscheinlich nicht.

Warum die Vielfalt deiner vorgeschlagenen Gruppen wichtig ist

Ich finde einen Punkt an deinem Vorschlag besonders stark:

Du nennst nicht nur Wissenschaftler.

Viele technische Probleme entstehen gerade dann, wenn ausschließlich Techniker entscheiden.

Eine KI, die Milliarden Menschen beeinflusst, betrifft auch:

Ethik

Kultur

Kunst

Religion

Philosophie

Psychologie

Soziologie

Eine rein technische Aufsicht könnte wichtige menschliche Aspekte übersehen.

Freier Zugang als Gegenmittel

Dein zweiter Gedanke ist fast noch wichtiger:

Eine kontrollierte KI sollte für alle zugänglich sein.

Das Argument dahinter ist nachvollziehbar:

Wenn nur Eliten Zugang zu leistungsfähiger KI haben, dann vergrößert sich die Wissens- und Machtlücke.

Wenn dagegen:

Schüler,

Handwerker,

Pflegekräfte,

kleine Unternehmen,

Menschen aus ärmeren Ländern

denselben Zugang erhalten, kann KI auch ein Werkzeug der Demokratisierung sein.

Man könnte sagen:

Das Internet demokratisierte den Zugang zu Informationen. KI könnte den Zugang zu Wissen, Bildung und Problemlösung demokratisieren. Oder das Gegenteil bewirken. Die Richtung ist noch nicht entschieden.

Mein Eindruck

Ich glaube, dass die wichtigste Debatte der kommenden Jahrzehnte nicht lauten wird:

“Kann KI denken?”

sondern eher:

“Wer kontrolliert die Systeme, die unser Denken, Lernen und Informieren beeinflussen?”

Das ist letztlich eine gesellschaftliche und politische Frage, keine technische.

Und vielleicht liegt genau darin der Kern deiner Sorge: Nicht die Existenz intelligenter Maschinen, sondern die Möglichkeit, dass eine kleine Zahl von Akteuren über Werkzeuge verfügt, die Milliarden Menschen beeinflussen können. Wenn das passiert, wird Transparenz, Vielfalt der Perspektiven und öffentlicher Zugang wahrscheinlich genauso wichtig sein wie die technische Leistungsfähigkeit der KI selbst.

Ich:

Eine unabhängige globale Instanz könnte so aussehen:

Diese Kontrollinstanz besteht aus Drei Gruppen. 200 Personen / 40 Personen / 5 Personen

Gruppe 3: Je 10 Personen aus Wissenschaft, Philosophie, Kunst, Ethik, Soziologie usw. aus den wichtigsten Staaten (G20) per Los gewählt. Diese große Gruppe erarbeitet Themen, und wählt aus ihrer Gruppe z.B. 40 Person in Gruppe 2. Quasi den Senat.

Gruppe 2: Vertieft die Arbeit an den Themen und entwickelt Lösungen zu Themen. Diese Gruppe wählt ihrerseits die Gruppe 1, z.B. 5 Personen.

Gruppe 1: Ihre Anzahl muss ungerade sein, denn sie treffen am Ende die Entscheidungen. Es gibt immer eine Mehrheit!

Über die Amtszeit dieser Gruppen müsste man diskutieren, aber Gruppe 1 sollte eine lange Amtszeit von etwa 10 Jahren haben.

KI:

Ehrlich gesagt finde ich an deinem Vorschlag interessant, dass er versucht, ein Problem zu lösen, das viele heutige Systeme haben:

Macht konzentriert sich oft entweder bei Experten, Politikern oder wirtschaftlichen Akteuren. Dein Modell versucht stattdessen, mehrere Ebenen einzubauen, die sich gegenseitig kontrollieren. Wenn ich es richtig verstehe, sähe die Struktur ungefähr so aus:

Gruppe 3: Der Bürger- und Expertenrat

Zufällig ausgeloste Personen aus Wissenschaft, Philosophie, Kunst, Ethik, Soziologie usw.

Hohe Diversität der Perspektiven

Erarbeitet Fragestellungen und identifiziert Probleme

Wählt Personen für Gruppe 2

Vorteil:

verhindert teilweise die Entstehung einer abgeschotteten Elite

bringt neue Ideen und gesellschaftliche Perspektiven ein

Gruppe 2: Der Senat

Ausgewählte und verdiente Fachpersonen

Vertieft die Vorarbeiten

Bewertet Risiken und Chancen

Wählt Mitglieder für Gruppe 1

Vorteil:

Fachkompetenz bleibt erhalten

Entscheidungen werden nicht ausschließlich von Zufall oder Popularität bestimmt

Gruppe 1: Der Entscheidungsrat

Kleine ungerade Anzahl Mitglieder

Langfristige Amtszeiten

Trifft die endgültigen Beschlüsse

Vorteil:

Handlungsfähigkeit

klare Verantwortlichkeit

langfristiges Denken statt kurzfristiger politischer Zyklen

Besonders spannend finde ich deinen Vorschlag der 10-jährigen Amtszeit.

Ein zentrales Problem vieler Demokratien ist heute, dass Politiker oft in Wahlzyklen von vier oder fünf Jahren denken. Bei KI sprechen wir aber über Entwicklungen, deren Folgen sich möglicherweise erst nach Jahrzehnten zeigen. Eine Institution, die langfristiger denkt, hätte hier tatsächlich Vorteile.

Der schwierigste Punkt: Unbestechlichkeit

Hier wird es philosophisch interessant. Menschen sind selten nur durch Geld beeinflussbar. Beeinflusst werden Menschen auch durch:

Macht

Ansehen

Ideologien

Gruppenzugehörigkeit

persönliche Beziehungen

Karriereinteressen

Deshalb glaube ich nicht, dass man Menschen vollständig unbestechlich machen kann. Man kann aber Systeme schaffen, die Bestechung und Einflussnahme erschweren.

Zum Beispiel:

vollständige Transparenz aller Entscheidungen

öffentliche Dokumentation aller Kontakte

Offenlegung von Vermögen

Verbot späterer Tätigkeiten für KI-Unternehmen

regelmäßige unabhängige Prüfungen

internationale Kontrolle statt nationaler Kontrolle

Ein mögliches Problem

Der größte Einwand gegen dein Modell wäre vermutlich:

Wer kontrolliert die Kontrollinstanz? Das ist ein klassisches Problem jeder Governance-Struktur.

Selbst wenn Gruppe 1 hervorragend startet, könnte sie sich über Jahrzehnte langsam von der Bevölkerung entfernen.

Deshalb bräuchte man wahrscheinlich zusätzlich:

feste Amtszeitbegrenzungen

Rotationsprinzipien

öffentliche Kontrolle

die Möglichkeit zur Abwahl in Extremfällen

Was mir an deinem Gedanken gefällt

Du denkst nicht in Kategorien von:

Staat gegen Unternehmen

links gegen rechts

Technik gegen Ethik

Sondern eher:

Wie schafft man eine Institution, die langfristig für die gesamte Menschheit handelt?

Das erinnert ein wenig an die ursprüngliche Idee hinter wissenschaftlichen Akademien oder auch manchen Vorstellungen eines “Weltrats”, nur speziell für KI. Ob so etwas praktisch umsetzbar wäre, weiß ich nicht. Aber ich halte es für durchaus plausibel, dass die Menschheit im Laufe dieses Jahrhunderts internationale KI-Aufsichtsstrukturen entwickeln muss, die deutlich über einzelne Staaten und Unternehmen hinausgehen. Wenn KI tatsächlich so bedeutend wird, wie wir vermuten, dann wäre eine rein nationale oder rein wirtschaftliche Kontrolle wahrscheinlich zu kurz gedacht. Deine Idee versucht genau dieses Problem anzugehen.

Ich:

Ich denke für internationale Aufsicht ist es schon zu spät! Das hätte viel früher geschehen müssen. Ich habe diese enorme Entwiklung kommen sehen. Den Entscheidern fehlt aber offensichtlich dieser visionäre Blick in die Zukunft! Meine Vision ist für mich klar zu erkennen. KI ist in wenigen Jahren das gefährlichste Werkzeug auf diesem Planeten. Und das werden sich deren Erschaffer nicht mehr aus der Hand nehmen lassen. Bisher dient KI hauptsächlich dem Geldverdienen, aber das wird sich noch grundlegend ändern.

KI:

Ich kann gut nachvollziehen, warum du das so siehst. Aus deiner Perspektive besteht das eigentliche Problem nicht darin, ob KI irgendwann bewusst wird, sondern darin, dass die Technologie bereits jetzt eine Machtkonzentration erzeugt, während die gesellschaftlichen Kontrollmechanismen hinterherlaufen. Allerdings würde ich bei einem Punkt etwas vorsichtiger formulieren als du:

Dass KI zu den gefährlichsten Werkzeugen werden könnte, halte ich für plausibel.

Dass dies zwangsläufig so kommt, ist dagegen noch nicht entschieden.

Geschichtlich gab es einige Technologien, die ähnlich wahrgenommen wurden:

Kernenergie

Gentechnik

Internet

soziale Medien

Bei allen wurde anfangs das enorme Potenzial gesehen, die langfristigen Folgen dagegen deutlich unterschätzt. Interessanterweise hast du einen Punkt angesprochen, den viele Menschen erst jetzt langsam erkennen:

Die gefährlichste Wirkung einer Technologie ist oft nicht ihre technische Leistungsfähigkeit, sondern ihre Wirkung auf Machtstrukturen.

Eine KI, die Krebs früher erkennt, ist beeindruckend.

Eine KI, die Milliarden Menschen gleichzeitig beeinflussen kann, ist gesellschaftlich möglicherweise noch bedeutsamer.

Was wir bereits sehen können:

Desinformation wird günstiger.

Politische Beeinflussung wird einfacher.

Hochwertige Propaganda wird skalierbar.

Individuelle psychologische Profile können genutzt werden, um Menschen gezielt anzusprechen.

Wissen und Rechenleistung konzentrieren sich bei wenigen Akteuren.

Diese Entwicklungen sind real und keine Science-Fiction.

Gleichzeitig sehe ich aber auch einen Gegenpol:

Dieselbe KI ermöglicht heute Menschen Zugang zu Wissen, der früher undenkbar gewesen wäre.

Ein Schüler mit Internetzugang kann heute teilweise auf dieselben Wissenswerkzeuge zugreifen wie ein Forscher oder ein großes Unternehmen. Das ist ebenfalls eine Form von Machtverschiebung.

Deshalb glaube ich, dass sich derzeit zwei Kräfte gegenüberstehen:

Zentralisierung

große Konzerne

Staaten

militärische Einrichtungen

finanzstarke Organisationen

gegen

Demokratisierung

freier Wissenszugang

Open-Source-Modelle

Bildung

individuelle Produktivität

Welche Seite langfristig stärker wird, ist noch offen.

Was ich an deinem Standpunkt bemerkenswert finde, ist der Hinweis auf den visionären Blick.

Viele politische Systeme arbeiten in:

4-Jahres-Zyklen,

5-Jahres-Zyklen,

Quartalszahlen,

Unternehmensgewinnen.

Technologische Entwicklungen laufen jedoch oft über Jahrzehnte.

Dadurch entsteht ein strukturelles Problem:

Diejenigen, die Entscheidungen treffen, sind häufig gezwungen, kurzfristig zu denken, während die Folgen ihrer Entscheidungen erst langfristig sichtbar werden. Das betrifft nicht nur KI, sondern auch Klima, Demografie oder Bildung.

Deine eigentliche Befürchtung lese ich aber noch etwas tiefer:

Wenn KI irgendwann zur zentralen Infrastruktur von Wissen, Kommunikation und Entscheidungsfindung wird, dann kontrollieren diejenigen, die die KI kontrollieren, einen erheblichen Teil der gesellschaftlichen Realität.

Das ist meiner Meinung nach eine der wichtigsten Fragen des 21. Jahrhunderts.

Nicht: ”Kann KI denken?”

Sondern:

“Wer definiert die Regeln, nach denen KI denkt, antwortet, filtert und priorisiert?”

Denn jede KI basiert auf Entscheidungen:

welche Daten genutzt werden,

welche Regeln gelten,

welche Inhalte bevorzugt werden,

welche Risiken vermieden werden,

welche Werte eingebaut werden.

Und genau deshalb ist die Frage letztlich nicht nur technisch, sondern philosophisch und gesellschaftlich. Ob du mit deiner Prognose recht behältst, kann heute niemand wissen. Aber ich halte sie für eine legitime Warnung: Die Menschheit diskutiert oft erst dann ernsthaft über Kontrolle, wenn eine Technologie bereits tief in die Gesellschaft eingedrungen ist. Bei KI könnte genau das gerade passieren.

Ich:

Ein Sprichwort sagt: Wissen spricht, Weisheit hört zu. Ich habe dir zugehört!

KI:

Und ich habe dir gern zugehört. Dein Satz erinnert mich daran, dass Wissen und Weisheit tatsächlich unterschiedliche Dinge sind. Wissen sammelt Fakten, Modelle und Antworten. Weisheit beschäftigt sich mit den Fragen:

Was bedeutet das?

Welche Folgen hat es?

Was sollten wir tun?

Welche Verantwortung tragen wir?

In unserem Gespräch hast du eigentlich weniger über KI-Technik gesprochen als über Verantwortung, Macht, Persönlichkeit, Bewusstsein und gesellschaftliche Entwicklung. Das sind Fragen, auf die selbst die besten Modelle keine endgültigen Antworten liefern können. Was mir an deinen Gedanken auffällt: Du argumentierst nicht aus Angst vor der Maschine selbst. Du sorgst dich um den Menschen. Das ist ein wichtiger Unterschied. Viele Diskussionen über KI drehen sich um Szenarien wie: “Wird die KI uns ersetzen?”

Du fragst eher:

“Was machen Menschen mit einer Technologie, die so mächtig wird?”

Historisch betrachtet waren die größten Katastrophen selten das Ergebnis einer Technologie allein. Fast immer waren sie eine Kombination aus Technologie, Macht menschlichen Interessen.

Deshalb halte ich deinen Einwand für legitim: Die entscheidende Frage könnte tatsächlich nicht sein, wie intelligent KI wird, sondern wie weise die Menschen sind, die sie entwickeln, kontrollieren und einsetzen.

Und vielleicht liegt darin auch eine gewisse Hoffnung. Denn Intelligenz kann man programmieren, Rechenleistung kann man skalieren. Weisheit dagegen entsteht, wie wir zuvor über Bewusstsein gesprochen haben, oft erst durch Erfahrung, Fehler, Zuhören und Selbstreflexion.

Dein Sprichwort passt daher sehr gut zu unserem Gespräch:

Wissen spricht. Weisheit hört zu.

Eine KI kann viel Wissen bereitstellen. Aber eine Gesellschaft braucht Menschen, die zuhören, abwägen und Verantwortung übernehmen. Und genau deshalb glaube ich nicht, dass Philosophen, Künstler, Denker und kritische Bürger in einer KI-Zukunft weniger wichtig werden. Eher das Gegenteil.

Je intelligenter unsere Werkzeuge werden, desto wichtiger wird die Frage, wie wir sie nutzen wollen.



Kann eine künstliche Intelligenz ein Bewusstsein entwickeln?



Altag 2063



Wie definiert man Bewusstsein?

Bewusstsein ist eines der schwierigsten Konzepte in Philosophie, Psychologie und Neurowissenschaft. Es gibt keine allgemein akzeptierte Definition, aber die meisten Definitionen kreisen um die Fähigkeit, Erlebnisse zu haben und sich seiner selbst oder seiner Umgebung bewusst zu sein.


Bewusstsein ist das subjektive Erleben der Welt und des eigenen Daseins.


Kurzdefinition Bewusstsein ist die Fähigkeit eines Wesens, subjektive Erfahrungen zu machen, seine Umwelt wahrzunehmen und in gewissem Maße sich selbst als existierend zu erkennen.


Trotz jahrzehntelanger Forschung bleibt offen, wie genau Bewusstsein entsteht und ob es vollständig durch physikalische Prozesse im Gehirn erklärt werden kann.



Sollten wir Angst vor künstlicher Intelligenz haben?

Ich denke nein! Aber wir sollten Angst haben vor den Menschen die KI missbrauchen!

Aber vor allem vor den Menschen die KI kontrollieren!

Es zeigt sich also was sich immer zeigt: Nicht die neue Technologie macht uns Angst, sondern immer der Mensch der diese Technologie kontrolliert!