Klimawandel und Klimakrise

Die Wesentliche Erkenntnisse!

Natürlicher Abkühlungstrend: Von der Römerzeit bis zum Ende des 19. Jahrhunderts kühlte sich Europa langsam (um ca. 0,1 bis 0,3 °C pro Jahrtausend) ab, hauptsächlich bedingt durch geringfügige Änderungen der Erdbahnelemente und vulkanische Aktivität.

Kleine Eiszeit als prägendste Kältephase: Zwischen ca. 1300 und 1850 erlebte Europa die kältesten Jahrhunderte der jüngeren Erdgeschichte mit dramatischen gesellschaftlichen Folgen (Missernten, Hungersnöte).

Ausmaß der Gegenwart: Die Erwärmung der letzten Jahrzehnte hat nicht nur das Niveau der Mittelalterlichen Wärmeperiode und der Römischen Wärmeperiode übertroffen, sondern verläuft um ein Vielfaches schneller als alle natürlichen Schwankungen der vergangenen zwei Jahrtausende.

Aktuell +1,50 °C. Das heißeste Jahrzehnt der letzten 2000 Jahre; deutliche Überschreitung aller historischen Wärmespitzen.


STEUERN




 
 
 

Kann 1% der Weltbevölkerung das Klima retten?

Können

83.500.000 Millionen Menschen.

die Verantwortung übernehmen für

8.300.000.000 Milliarden Menschen?


Ein Prozent


In Deutschland leben aktuell rund 83,5 Millionen Menschen.

Die Bevölkerungszahl ist damit leicht gesunken, da die Nettozuwanderung das Geburtendefizit nicht mehr vollständig ausgleichen konnte.

Rund 15 Prozent der Gesamtbevölkerung besitzen keine deutsche Staatsbürgerschaft (ca. 12,4 Millionen).

Etwa 30 Prozent der Einwohner sind mindestens 60 Jahre alt.


Anteil der Staaten an der Weltbevölkerung (2026)

Indien: 17,8 % (ca. 1,48 Milliarden Menschen)

China: 17,0 % (ca. 1,41 Milliarden Menschen)

USA: 4,2 % (ca. 349 Millionen Menschen)

Indonesien: 3,5 % (ca. 288 Millionen Menschen)

Pakistan: 3,1 % (ca. 259 Millionen Menschen)

Restliche Staaten & Regionen: 54,4 % (die restlichen über 190 Länder der Welt teilen sich etwa 4,5 Milliarden Menschen)


Hier zeigt sich deutlich, dass Indien und China zusammen einen großen Teil der Weltbevölkerung ausmachen, während die anderen Länder kleinere, aber signifikante Anteile beitragen.

Staat Geschätzte Bevölkerung (Mrd.) Anteil an Weltbevölkerung
Indien 1,465 17,7 %
China 1,410 17,0 %
USA 0,345 4,2 %
Indonesien 0,285 3,4 %
Pakistan 0,255 3,1 %
Deutschland 0,084 1,0 %
Rest der Welt 4,456 53,7 %

Die Ziele der Bundesregierung

Die Bundesregierung verfolgt das gesetzliche Ziel, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2030 um mindestens 65 % (gegenüber 1990) zu senken und bis 2045 vollständig treibhausgasneutral zu werden.

Das ist gut! Aber Treibhausgase halten sich leider nicht an Ländergrenzen!

Um diese Ziele zu erreichen, greift ein Mix aus gesetzlichen Vorgaben, finanzieller Förderung und marktwirtschaftlichen Instrumenten. Erst kürzlich wurde das Klimaschutzprogramm 2026 mit 67 Einzelmaßnahmen verabschiedet, um verbleibende Lücken zu schließen. Herausforderung & Kritik: Trotz dieser Maßnahmen zeigen die Projektionen des Umweltbundesamtes (UBA), dass Deutschland seine Klimaziele für 2030 und vor allem für 2040 (88 % Minderung) ohne noch drastischere Schritte knapp verfehlen könnte. Insbesondere in den Sektoren Verkehr und Gebäude klafft weiterhin eine erhebliche Öko-Lücke, die durch politische Anpassungen und den Abbau von fossilen Subventionen geschlossen werden müsste.

CO2-Emissionen

Deutschland ist aktuell für etwa 1,6 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Selbst wenn wir von heute auf morgen komplett emissionsfrei wären, würde das die globale Erwärmung physikalisch gesehen kaum messbar verlangsamen, solange Schwergewichte wie China (ca. 30 %), die USA (ca. 13 %) oder Indien (ca. 7 %) ihren Ausstoß nicht drastisch senken.

Die Wette

Die Entscheider wissen, dass Deutschland das Klima nicht allein retten kann. Die Maßnahmen basieren auf der Wette, dass Deutschland als „Blaupause“ dient: Gelingt es einer hochindustrialisierten Nation, klimaneutral zu werden und gleichzeitig wohlhabend zu bleiben, werden andere Länder diesem Pfad folgen. Scheitert dieses Experiment jedoch wirtschaftlich, wird kein anderes Land der Welt den deutschen Weg einschlagen.

Die “Konsum-Pflicht” als Wirtschaftsmotor

Unter dem Label des Klimaschutzes wird ein gigantisches Konjunkturprogramm für bestimmte Branchen organisiert.

Der Vorwurf der Arroganz: Zu glauben, der Rest der Welt warte nur darauf, dass das deutsche Modell funktioniert, blendet oft aus, dass andere Länder völlig andere Prioritäten (wie Armutsbekämpfung oder billigen Strom für die Industrialisierung) haben.

Erzwungener Konsum: Ob E-Auto, neue Heizung oder energetische Sanierung – den Bürgern wird politisch vorgegeben, wofür sie in den nächsten Jahren ihr mühsam erspartes Geld ausgeben müssen. Für die Industrie (Autobauer, Heizungshersteller, Handwerk) ist das eine staatlich garantierte Nachfrage. Wer das Geld nicht hat, fühlt sich zu Recht bevormundet und abgehängt.

CO2-Emissionen Global 2024

CO2-Emissionen

Alle Treibhausgase Global 2024

Alle Treibhausgase

Einige Fakten

Kohlendioxid (CO₂): Wichtigstes vom Menschen verursachtes Treibhausgas. Es bleibt teilweise über Jahrhunderte in der Atmosphäre und ist der größte Treiber der langfristigen Erderwärmung.

Lachgas (N₂O): Entsteht vor allem in der Landwirtschaft. Es besitzt eine sehr hohe Treibhauswirkung und kann mehr als ein Jahrhundert in der Atmosphäre verbleiben.

Fluorierte Gase (F-Gase, z.B. HFKW): Mengenmäßig gering, aber extrem klimawirksam. Einige F-Gase sind tausende Male stärker als CO₂ und können sehr lange in der Atmosphäre bestehen.

FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe): Heute weitgehend verboten, aber historisch sehr problematisch. Sie wirken als starke Treibhausgase und zerstören zusätzlich die Ozonschicht.

CO₂ Größter Verursacher der langfristigen Erderwärmung

CH₄ (Methan) Sehr starke kurzfristige Klimawirkung

N₂O (Lachgas) Sehr langlebig und stark klimawirksam

F-Gase Extrem starke Treibhauswirkung trotz geringer Mengen

FCKW Schädigen Klima und Ozonschicht zugleich


CO₂ verursacht den größten Teil der Erwärmung,

Methan beschleunigt sie besonders stark,

Lachgas wirkt lange nach,

und F-Gase zählen zu den stärksten bekannten Treibhausgasen.


Der demografische Wandel und das Investitions-Dilemma

Der demografische Wandel verschärft dieses Problem massiv: Die “Generation Rentner”: Ein immer größerer Teil der Bevölkerung geht in den Ruhestand und lebt von festen, oft knappen Renten.

Lange Amortisationszeiten: Eine Wärmepumpe oder eine Solaranlage rechnet sich oft erst nach 15 bis 20 Jahren durch eingesparte Energiekosten. Für einen 75 jährigen Rentner ist eine solche Investition von oft Zehntausenden Euro wirtschaftlich völlig irrational. Er erlebt nur die hohen Anschaffungskosten, wird den finanziellen Nutzen aber vermutlich nicht mehr erleben.

Die soziale Schieflage der CO2-Abgabe (Regressive Wirkung)

Die CO2-Abgabe auf Heizen und Tanken trifft die Bevölkerung extrem ungleich. In der Ökonomie nennt man das eine regressive Steuer:

Wer viel verdient, spürt die CO2-Abgabe kaum. Er fährt vielleicht ohnehin ein modernes E-Auto, wohnt in einem sanierten Eigenheim mit Solardach und zahlt die höheren Preise aus der Portokasse.

Wer wenig verdient, wohnt oft zur Miete in schlecht gedämmten Altbauten mit fossiler Heizung (ohne Einfluss darauf zu haben) oder ist auf ein älteres, günstiges Verbrenner-Auto angewiesen, um zur Arbeit zu kommen. Diese Gruppe zahlt prozentual einen weitaus größeren Teil ihres Einkommens für die CO2- Bepreisung.


Einkommen in Deutschland

Die einkommensstärksten 10 Prozent der Menschen in Deutschland verfügen über knapp ein Viertel des gesamten verfügbaren Einkommens.

Um die genaue Verteilung sichtbar zu machen, teilt die amtliche Statistik die Bevölkerung in zehn gleich große Gruppen (Dezile) ein – von den ärmsten 10 Prozent bis zu den reichsten 10 Prozent.

Welcher Anteil am Gesamteinkommen entfällt auf welche Gruppe?

Würde das Geld absolut gleich verteilt sein, müsste jede Zehn-Prozent-Gruppe exakt 10 Prozent des gesamten Volkseinkommens erhalten. In der Realität sieht die Verteilung wie folgt aus:

1. Die obersten 10 % (Das reichste Dezil): Erhalten ca. 23,3 Prozent des gesamten Einkommenskuchens.

2. Die oberen Mitte (Plätze 11 % bis 30 %): Diese zwei Dezile erhalten zusammen ca. 27,2 Prozent.

3. Die breite Mitte (Plätze 31 % bis 60 %): Diese drei Dezile kommen gemeinsam auf ca. 27,8 Prozent.

4. Die untere Mitte (Plätze 61 % bis 80 %): Diese zwei Dezile erhalten zusammen ca. 14,0 Prozent.

5. Die untersten 20 % (Die einkommensschwächsten Gruppen): Erhalten zusammen ca. 7,7 Prozent des Gesamteinkommens.

(Das unterste Zehntel allein verfügt lediglich über etwa 3,2 Prozent).

Direktvergleich: Einkommensgrenzen für Singles (Monatsnetto)

Monatliches Nettoeinkommen Wo steht man damit in Deutschland? (Kumulierter Anteil)
ab 1.310 € Sie gehören zu den einkommensstärksten 85 % (15 % verdienen weniger)
ab 2.190 € Sie haben den exakten Median (50 %) erreicht (Die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger)
ab 3.285 € Sie gehören zu den einkommensstärksten 20 % (80 % verdienen weniger)
ab 4.400 € Sie gehören zu den einkommensstärksten 10 % (Beginn der Oberschicht)
ab 5.780 € Sie gehören zu den einkommensstärksten 5 % der Bevölkerung
ab 12.760 € Sie gehören zu den einkommensstärksten 1 % (Das reichste Perzentil)

In Deutschland leben aktuell 16,1 Prozent der Bevölkerung unter der amtlichen Armutsgefährdungsgrenze.

Das entspricht rund 13,3 Millionen Menschen.

Erweitert man den Blick auf Menschen, die knapp an der Grenze leben oder von sozialer Ausgrenzung bedroht sind,

steigt der Anteil sogar auf 21,2 Prozent (ca. 17,6 Millionen Betroffene).

Die zwei offiziellen Messgrößen

  1. Reine Einkommensarmut (16,1 %): Diese Menschen haben weniger als 60 % des mittleren Einkommens (Median) zur Verfügung. Für einen Single liegt diese Armutsgrenze aktuell bei 1.445 Euro netto im Monat. Für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren liegt sie bei rund 3.035 Euro.

  2. Armut oder soziale Ausgrenzung (21,2 %): Diese EU-weit einheitliche Kennzahl (sogenannte AROPE-Quote) umfasst alle Personen, die entweder einkommensarm sind,unter erheblicher materieller/sozialer Entbehrung leiden oder in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung leben.

Besonders betroffene Risikogruppen

Die Armut ist in Deutschland extrem ungleich verteilt. Bestimmte Gruppen tragen ein überproportional hohes Risiko, unter die Grenze von 1.445 Euro zu rutschen:

  1. Erwerbslose: Mit 64,9 Prozent sind fast zwei Drittel aller Arbeitslosen von Einkommensarmut betroffen.
  2. Alleinlebende: Hier liegt die Quote bei 30,9 Prozent.
  3. Alleinerziehende: Haushalte von Alleinerziehenden sind zu 28,7 Prozent von Armut betroffen.
  4. Junge Erwachsene: In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen lebt fast jede vierte Person (ca. 24 %) unter der Schwelle.
  5. Rentner: Unter den Personen im Ruhestand liegt die Quote bei 19,1 Prozent

Das nicht eingelöste Versprechen: Das “Klimageld”

Eigentlich war von der Politik ein Schutzmechanismus versprochen worden, um genau diese soziale Schieflage zu verhindern: das sogenannte Klimageld.

Die Idee: Die Einnahmen aus der CO2-Abgabe sollten eins zu eins und pro Kopf an alle Bürger zurückgezahlt werden. Da Menschen mit geringem Einkommen im Schnitt deutlich weniger CO2 verbrauchen (kleinere Wohnungen, kleinere Autos), hätten sie am Ende des Jahres mehr Geld zurückbekommen, als sie eingezahlt haben. Dass dieses Klimageld aufgrund technischer und budgetärer Hürden über Jahre hinweg verschleppt oder zweckentfremdet wurde, um stattdessen Industrie-Subventionen zu finanzieren, ist einer der Hauptgründe, warum die Akzeptanz für die Klimapolitik in weiten Teilen der Bevölkerung kollabiert ist.



Wenn Klimaschutz als elitäres Projekt wahrgenommen wird, das eher die Wirtschaft ankurbeln soll und kaum Einfluss auf das Klima hat, während ältere Menschen und Geringverdiener die Zeche zahlen, verliert der Staat den gesellschaftlichen Rückhalt.